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Medizinische Versorgung im ländlichen Raum: Wie kleine Kliniken überleben können

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum steht auf der Kippe. Während die Krankenhausreform strukturelle Veränderungen forciert, geraten viele kleine Kliniken wirtschaftlich und personell an ihre Grenzen. Eine Studie der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt: Mehr als 80 % der Kliniken in Deutschland befinden sich aktuell in einer angespannten wirtschaftlichen Lage – besonders kleinere Häuser im ländlichen Raum sind betroffen. Gleichzeitig übernehmen diese Einrichtungen eine tragende Rolle in der regionalen Grundversorgung. Die Frage, wie kleine Krankenhäuser unter diesen Bedingungen zukunftsfähig bleiben können, ist dringender denn je.

Klinik in ländlicher Region

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Krankenhausreform und Ambulantisierung: Gefahr für die Fläche?

Die geplante Krankenhausreform bringt große strukturelle Veränderungen mit sich. Künftig sollen medizinische Leistungen auf weniger, dafür leistungsfähigere Standorte konzentriert werden. Ziel ist eine höhere Qualität und Effizienz. Gleichzeitig befürchten viele eine Zunahme der medizinischen „Versorgungswüsten“.

Was bedeutet das konkret für kleinere Kliniken?

  • Einige Standorte könnten in ambulante Versorgungszentren umgewandelt werden.

  • Stationäre Leistungen sollen sich stärker auf spezialisierte Häuser konzentrieren.

  • Grundversorger müssen neue Rollen finden, z. B. als regionale Notfallzentren oder Kooperationspartner.

Kritik kommt nicht nur von den Häusern selbst, sondern auch aus der Bevölkerung: Gerade ältere oder weniger mobile Menschen verlieren mit jeder Klinikschließung ein Stück Versorgungssicherheit.

Strategien für den Erhalt kleiner Häuser

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gibt es Strategien, mit denen kleine Kliniken bestehen können:

1. Fokussierung statt Vollversorgung

Durch klare Spezialisierung auf bestimmte Fachbereiche (z. B. Geriatrie, Palliativmedizin, Schmerzmedizin) können Ressourcen gebündelt und effizient eingesetzt werden.

2. Ambulante Strukturen aufbauen

Durch den Aufbau oder die Integration von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder Tageskliniken können Leistungen wirtschaftlicher erbracht und trotzdem regional verfügbar gehalten werden.

3. Kooperation mit größeren Versorgern

Netzwerke und Zusammenschlüsse mit Kliniken der Schwerpunkt- oder Maximalversorgung helfen, Ressourcen zu teilen und Patientenströme sinnvoll zu lenken.

4. Digitalisierung und Telemedizin

Gerade in der Fläche bieten digitale Lösungen enorme Chancen:

  • Telekonsile

  • Ferndiagnostik

  • Remote-Visiten

All das kann Personal entlasten und dennoch hohe Versorgungsqualität sichern.

Ärztevermittlung als Entlastungsfaktor

Personalmangel zählt laut DKG zu den gravierendsten Problemen kleiner Kliniken. Ein langfristiger Personalaufbau ist meist schwer zu realisieren. Ein zentraler Hebel für kleinere Kliniken liegt in der flexiblen Personallösung durch externe Ärzte. Gerade in dünn besetzten Fachabteilungen oder bei kurzfristigen Ausfällen ist Zeitarbeit eine wertvolle Entlastung – und oftmals die einzige Möglichkeit, einen Versorgungsstandard überhaupt aufrechtzuerhalten.

Vorteile der Zusammenarbeit mit DOCSTR:

  • Schnelle Vermittlung qualifizierter Fachärzte für Engpasssituationen

  • Individuell abgestimmte Einsätze, z. B. für Bereitschaftsdienste, Urlaubsvertretungen oder temporäre Überbrückung

  • Entlastung des Stammpersonals, was die Zufriedenheit und Bindung erhöht

  • Planungssicherheit für Klinikleitungen, ohne langfristige Personalkosten

Auch als strategische Maßnahme kann die Ärztevermittlung eine Rolle spielen: Neue Versorgungsbereiche lassen sich mit externem Know-how zunächst flexibel testen, bevor eigene Stellen aufgebaut werden.

Fazit: Kleine Kliniken brauchen neue Konzepte – und starke Partner

Kleine Kliniken sind systemrelevant – nicht nur medizinisch, sondern auch gesellschaftlich. Um ihre Rolle in der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum weiterhin erfüllen zu können, brauchen sie neue Konzepte, politische Unterstützung – und flexible Partner.

DOCSTR hilft dabei, personelle Engpässe schnell, effizient und bedarfsgerecht zu lösen – damit die Versorgung bleibt, wo sie gebraucht wird.

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